Kenntnisnachweis

Wer ab dem 1. Oktober 2017 auch außerhalb von Modellflugplätzen mit Aufstieserlaubnis (AE) höher als 100 Meter, oder mit einem Modellgewicht größer als 2 kg fliegen möchte, benötigt dafür den sog. Kenntnisnachweis.
Dieser wird über ein einfaches Online-Verfahren beim DMFV angeboten.
Unter: DMFV-Kenntnisnachweis steht das Tool zur Verfügung.
Erwerben kann den Kenntnisnachweis jeder, der das 14. Lebensjahr vollendet hat. Bei Minderjährigkeit ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters erforderlich.

Für Modellflugbetrieb auf Modellfluggeländen, für die eine AE erteilt wurde, ist bei Anwesenheit eines Flugleiters kein Kenntnisnachweis erforderlich.
Sollte jemand ohne Flugleiter auf einem Modellfluggelände mit AE fliegen, ist der Kenntnisnachweis erforderlich, wenn man höher als 100 Meter, oder mit einem Modellgewicht größer als 2 kg fliegen möchte !

Die Gebühr beträgt 26,75€.
Der Nachweis ist 5 Jahre gültig.
Inhaber einer gültigen Lizenz als Luftfahrzeugführer benötigen keinen Kenntnisnachweis.



Drohnen/Multikopter

Eine Ausnahme bilden Drohnen/Multikopter, denn für diese gilt abseits von Modellfluggeländen mit AE und unabhängig vom Startgewicht auch für Inhaber eines Kenntnisnachweises eine Flughöhenbegrenzung von 100 Meter.



FPV-Fliegen

Für die Zugehörigkeit eines unbemannten Luftfahrzeuges zur Kategorie Flugmodell ist es erforderlich, dass es in (natürlicher) Sichtweite betrieben wird. Werden optische Hilfsmittel, wie eine Videobrille eingesetzt, erfolgt kein Betrieb in Sichtweite und somit kein Modellflugbetrieb.
Es gibt 2 rechtlich zugelassene Möglichkeiten, FPV-Fliegen als Modellflug durchzuführen.
a) der Einsatz eines Lehrer/Schüler-Systems, welches es dem Lehrer ohne Videobrille erlaubt, jederzeit die     Steuerung zu übernhemen.
b) Fliegen mit Videobrille bis zu einer Flughöhe von 30 Metern und entweder das Modell nicht schwerer als
    250 Gramm ist, oder ein zusätzlicher Luftraumbeobachter eingesetzt wird, der das Modell in Sichtweite hat.